Die Gailtaler KirchtagstrachtElke und Ewald

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Bedingt durch die sauren Wiesen des unteren Gailtales und die dadurch vorherrschende Pferdezucht, war der Haupterwerb des Gailtales das Fuhrhandwerk. Sie bereisten daher ganz Europa und brachten von überall Geschenke für ihre Frauen mit. Diese Mitbringsel bildeten dann im Laufe der Zeit die Grundlage für die Gailtaler Kirchtagstracht. Die Mädchen tragen bestickte Stiefel aus Preußen, in Noppenmuster gestrickte Strümpfe und eine bis knapp über das Knie reichende Unterhose. Der weite Unterrock (14 m Leinen) wird gestärkt und darunter trägt sie noch einen engen Anstandsunterrock. Die Bluse hat einen gestärkten gefalteten Kragen und der Ärmelabschluss ist mit Spitze verziert. Der Kittel besteht aus einem blumenbestickten samtenen Leibchen und einem meist dunklen Faltenrock aus Ras oder Lüster. Eine in Falten gelegte Kaschmirschürze, Kopf und Brusttuch aus Seide und ein mit Federkielen bestickter Ledergürtel aus dem Salzburgerischen komplettieren die Tracht. Die Männertracht, eine typische Fuhrmannstracht, besteht aus einem dunklen Samtrock, darunter eine blumenbestickten Samtweste mit Silberknöpfen und einer dunklen Kniebundhose aus Leder. Dazu ein weißes Leinenhemd mit roter Ziernaht, über den Schultern ein Seidentuch mit Fransen und als Schuhwerk über das Knie reichende Schaftstiefel. Als Kopfbedeckung dient eine Zipfelmütze und ein weitscheibiger Schlapphut mit Schopf.

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